ePin - Online-Beteiligung

Symbolfoto_ePin_Mueller

Die Stadt Schwabmünchen erstellt aktuell in Zusammenarbeit mit dem Büro Haines-Leger Architekten + Stadtplaner BDA aus Würzburg ein sogenanntes Integriertes Nachhaltiges Städtebauliches Entwicklungskonzept, kurz INSEK. Gleichzeitig werden die Vorbereitenden Untersuchungen (VU) für den Stadtkern aus dem Jahr 2001 fortgeschrieben. Im Rahmen des INSEK sollen in einem ersten Schritt die Bürgerinnen und Bürger nach ihren Ideen und Anregungen zur weiteren städtebaulichen Entwicklung Schwabmünchens befragt werden.
Zur Sammlung von Ideen und Anregungen startet die Stadt Schwabmünchen dafür nun das Internetportal ePin unter www.schwabmuenchen.e-pin.eu

Lorenz Müller, Erster Bürgermeister der Stadt Schwabmünchen, klärt auf:

Frage: Worum geht es eigentlich bei einem INSEK?
Müller: Das Ziel des Stadtentwicklungskonzepts ist die Erfassung bestehender räumlicher und funktionaler Stärken und Schwächen sowie vor allem der Potenziale der Stadt Schwabmünchen. Darauf aufbauend sollen konkrete Maßnahmen und Projekte entwickelt werden. Das INSEK ist „integriert“: Es verfolgt einen fächerübergreifenden Ansatz und betrachtet insbesondere städtebauliche, soziale, wirtschaftliche und ökologische Handlungsfelder unter gemeinsamer Beteiligung verwaltungsinterner sowie externer Akteure sowie der Bürgerinnen und Bürger. Als langfristiger Orientierungsrahmen für die zukünftige Stadtentwicklung ist es auf kontinuierliche Fortschreibung angelegt. Schließlich ist ein Stadtentwicklungskonzept die Voraussetzung für die Förderung von Projekten und Maßnahmen durch die Städtebauförderung.

Frage: Was hat das INSEK mit dem bereits bestehenden Sanierungsgebiet zu tun?
Müller: Die Stadt Schwabmünchen entwickelt bereits seit über 30 Jahren den Stadtkern mit Hilfe der Städtebauförderung weiter. Frühere Maßnahmen waren z. B. die Neugestaltung des Ludwig-Rößle-Platzes mit dem Stadtbrunnen und des Schrannenplatzes nach der Verlagerung der Feuerwehr. Im Jahr 2001 wurden die letzten, vom Baugesetzbuch vorgeschriebenen sogenannten Vorbereitenden Untersuchungen (VU) durchgeführt und daraufhin das Sanierungsgebiet „Stadtkern Schwabmünchen“ förmlich festgelegt. Seither hat sich ebenfalls vieles verändert: So wurde der Stadtplatz neu geschaffen, Parkplätze an Kroenstraße, Luitpoldstraße und Stadtgarten angelegt und die Fuggerstraße neugestaltet. Diese VU gilt es nun ebenfalls fortzuschreiben. Dazu werden die damals festgesetzten Sanierungsziele und -maßnahmen evaluiert und eventuell neu definiert.

Frage: Betrifft das INSEK nur die Innenstadt oder das gesamte Stadtgebiet?
Müller: Neben der Fortschreibung der VU für die Innenstadt soll auch das gesamte Stadtgebiet betrachtet werden. Dazu sollen insbesondere über das Portal ePin Ideen gesammelt werden und eine langfristige Perspektive definiert werden. Wie soll sich Schwabmünchen etwa in den Bereichen Wohnen, Kultur und Tourismus, Landwirtschaft oder auch Energieerzeugung weiterentwickeln? Was können Stadtrat und Stadtverwaltung dazu beitragen? Und wie können sich die Bürgerinnen und Bürger in die Entwicklung unserer Stadt einbringen?

Frage: Welche Beteiligungsmöglichkeiten haben die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des INSEK?
Müller: Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen mussten wir die Beteiligung anpassen. Vor und nach den Sommerferien finden Arbeitskreise zu ausgewählten Themen statt. Hierfür werden ortskundige Experten eingeladen, um zusammen mit den Planern und Mitgliedern der Stadtverwaltung über aktuelle Entwicklungen und Bedarfe zu diskutieren.
Parallel dazu erfolgt eine Beteiligung der Eigentümer innerhalb des bestehenden Sanierungsgebiets in Form einer zusätzlichen Befragung.

Zur flächendeckenden Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger hat sich die Stadt für die Durchführung einer Online-Beteiligung entschieden: Bis zum 01.11.2020 können über das Online-Beteiligungstool ePin auf www.schwabmuenchen.e-pin.eu Anregungen und Ideen zur Entwicklung Schwabmünchens eingebracht werden. Eine kurze Anmeldung ist erforderlich, jedoch bleiben alle Angaben anonym. Ideen und Anregungen können als Pin auf einer Stadtkarte verortet und nach Themen wie etwa Mobilität oder auch Freizeitgestaltung kommentiert werden. Die Stadt Schwabmünchen freut sich sehr über eine rege Teilnahme!

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