Malen ist Reisen ist Malen. Manfred J. Nittbaur in Lateinamerika

Wir laden herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung am 28.04.2019, 11.30h

Manfred Nittbaur Plakat

Zur Eröffnung der Ausstellung spielt das Duo Latin Flair mit Veronica Gonzalez und Markus Büttner. Die Landbäckerei Immel sorgt für lateinamerikanisches Flair auf dem Buffet.

 

Malen ist Reisen ist Malen.

Die Verbindung Manfred J. Nittbaurs zu Lateinamerika ist eng. Schon früh interessierte er sich für die soziale Lage dort, die Kämpfe der Menschen um ein selbstbestimmtes Leben, um ihre Kultur; die Geschichte, die Rolle der Guerilla und der Befreiungstheologie und das Wirken derer, die man vielleicht seine Helden nennen kann: Camillo Torres, Che Guevara, auch die Jesuiten, die der indigenen Bevölkerung im 17.Jahrhundert Schutz vor den europäischen Sklavenjägern gewährten. Lateinamerika war und ist Teil von Manfred J. Nittbaurs Leben. Er engagierte sich schon in seiner Jugend in sozialen Projekten, die vor Ort Hilfe boten und dieses Engagement dauert an, z.B. im Rahmen seiner Mitgliedschaft in der „Wiesbruderschaft“.

2014 bereiste der Künstler zusammen mit seiner Frau erstmals den südamerikanischen Kontinent. Eine zweite Reise schloss sich 2016 an. Die Wege führten nach Peru, Bolivien, Chile, Ecuador. Er besuchte Orte und Projekte, für die er sich jahrelang von Deutschland aus eingesetzt hatte und er besuchte die Wirkungsstätten der Menschen, die ihm seit seiner Jugend Vorbild waren.
Mit Malzeug und Skizzenbuch im Rucksack erkundete Manfred J. Nittbaur die Orte „seines“ Lateinamerika, beobachtete die Menschen dort, kommunizierte mit ihnen, versetzte sich in ihre Wesensart. Er ließ sich ein auf die Fremde, auf das Lebensgefühl und die Mentalität der Menschen, erforschte mit Zeichenstift und Farbe ihre Seele und ihre Kultur.

Malen ist Reisen ist Malen. Wo andere Reisetagebücher schreiben oder ihre Eindrücke fotografisch festhalten, wird für Manfred J. Nittbaur jede Reise zur Malreise. Zugleich ist jedes Bild eine Reise, eine Erkundungsreise, egal ob der Künstler sich der vertrauten schwäbischen Landschaft widmet oder den Menschen in einem peruanischen Dorf. Die Ausstellung zeigt Pastelle, Aquarelle und Ölbilder von den lateinamerikanischen Reisen des Künstlers.

Zu sehen bis 07.07.2019

 

Manfred J. Nittbauer
1949 Geburt in Wertingen
1968 Abschluss der Verwaltungsausbildung, Landratsamt Wertigen
1972 Abitur am Ketteler-Kolleg, Mainz
1976 Ende des Studiums an der Akademie d. Bildenden Künste, München.

Malerei und Kunsterziehung: Prof. Horst Sauerbruch
Bildhauerei: Prof. Otto Kallenbach
Studium der Kunstgeschichte, der Theologie und der Archäologie an
der Ludwig-Maximilians-Universität München
ab 1974 zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen im Inland:
Mainz, Augsburg, Dillingen a. d. Donau, Lauingen (Donau),
Landsberg a. Lech,, Neuburg a. d. Donau, Oberschönenfeld, Höchstädt a. d. Donau
und im Ausland:
Priština (Serbien), Péc (Kosovo), Hangzhou (China), La Tranche-sur-Mer, Les Sables d’Olonne, Fère-en-Tardenois,
Livry-Gargan, La Roche-sur-Yon, Chartres (alle Frankreich)
ab 1977 Projekte für kommunale und sakrale Architektur:
Brunnengestaltungen in Bronze:
Schrobenhausen, Mertingen, Haldenwang,
Dillingen a.d.Donau, Günzburg, Gremheim, Binswangen
Figürliche Bronzegestaltungen:
Meitingen, Dillingen a.d.Donau, Illerberg, Neu-Ulm,
Mörslingen, Mertingen
Glasfenstergestaltungen:
Gundremmingen, Lauingen (Donau), Mörslingen,
Neuburg a.d. Donau, Emersacker, Wertingen, Vorderried,
Zwingenberg, Mainz, Blindheim, Schwabmünchen
Metallgestaltungen:
Meitingen, Pouzauges / Frankreich, Eggelstetten
Wandgestaltungen:
Emersacker, Hausen, Altenmünster, Vorderried

 

Auch im öffentlichen Raum Schwabmünchens war Manfred J. Nittbaur tätig. In Zusammenarbeit mit der Glaskünstlerin Claudia Reining-Hopp entstanden nach seinen Entwürfen die Glasbilder in der neuen Friedhofsmauer.

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