Rathaus heute geöffnet von:
08:00 - 12:00 Uhr
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors
Suche
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors

Sonderausstellung „Was ich anhatte…“ & „Was ich anhabe…“

Startseite » Aktuelles » Sonderausstellung „Was ich anhatte…“ & „Was ich anhabe…“
veröffentlicht am: 5. Februar, 2026
Beschreibung:

Die zweigeteilte Sonderausstellung im MUGS geht Frauen und Männer gleichermaßen an und es geht dabei nicht um Kleidung

Erstmals werden auf Wunsch von Museum und Galerie der Stadt Schwabmünchen die beiden Wanderausstellungen “Was ich anhatte...” und “Was ich anhabe...” gemeinsam in der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Ausstellungsmacherin Beatrix Wilmes hat mit ihrem Team beide Projekte nacheinander als jeweilige Einzelausstellung konzipiert und wird darüber bei der Ausstellungseröffnung am 6.3. um 19 Uhr in Museum und Galerie der Stadt Schwabmünchen berichten. 

Der erste Teil “Was ich anhatte...” macht die Erfahrungen von Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, anonym öffentlich. “Sexualisierte Gewalt findet überall um uns herum statt. Wir wollen... das Thema aus der Tabuzone holen” so Beatrix Wilmes. 

Die Exponate der Ausstellung sind in diesem Fall größtenteils Originalkleidung von zwölf betroffenen Frauen. Wenn diese nicht mehr existierte, wurden sie nach den Vorgaben der Frau originalgetreu in Second Hand Läden nachgekauft. Die Berichte sind unverändert, um authentisch zu bleiben.

Die Ausstellung möchte die Bevölkerung auf ein hochaktuelles Thema, das meist im Verborgenen geschieht, aufmerksam machen. Schweigen, Wegschauen und Verharmlosung sind keine adäquaten Verhaltensweisen einer Gesellschaft. 

Der zweite Teil „Was ich anhabe…“ macht auf Formen von Diskriminierung von Frauen innerhalb der Gesellschaft aufmerksam und entstand später. Der Fokus liegt hier auf der Diskriminierung im Feld von Beruf und Karriere und unter anderem auch auf dem sogenannten Gender Gap. Es geht konkret um Biographien und die Hürden und Grenzen am Arbeitsplatz. Auf vielfältige Weise wird deutlich wie Frauen in der Berufswelt aufgrund ihres weiblichen Geschlechts benachteiligt werden. Das gilt stellvertretend auch für andere Bereiche wie in der Ausbildung, im Sport oder der Medizin, um nur einige zu nennen. 

Die Kleidung hier steht für vieles: Wie Frauen sich zurecht machen und biegen müssen, eine Professionalität verkörpern müssen, die auf männlichen Normen basiert; was Frauen tragen, während ihnen Sexismus auf der Arbeit widerfährt; welche Kleidung als Kostüm dient, in der sie sich verstecken, um nicht aufzufallen; und aufgrund welcher Kleidung Frauen Diskriminierung erfahren haben.

Doris Hafner, die diese Ausstellungen ins MUGS gebracht hat, freut sich und ist gespannt „zumal beide Themen hochaktuell sind. Seit dem Fall Gisèle Pelicot in Frankreich, den Epstein-Akten und der Mee-Too-Bewegung haben die Ergebnisse zu Gewalt gegen Frauen große gesellschaftliche Wellen geschlagen. Außerdem zeigen Untersuchungen zum Gender Gap in den verschiedensten Lebensbereichen oft erschreckend große Lücken bei der Frage nach Gleichberechtigung.“

Ergänzend hat das MUGS wieder einige zusätzlichen Daten und Informationen aufbereitet. Es wird eine Info-Wand mit den entsprechenden Hilfsangeboten geben, eine bequeme und ruhige Sitzecke mit der Möglichkeit bestimmte Reels per QR-Code ansehen zu können. Oder, einfach nur um das gerade Gesehen zu verdauen und in den bereit gelegten Büchern zu blättern.

Zur Aufklärung und Information sind zwei Vorträge angeboten. Als Referentin steht Frau Judith Marschall, Polizeioberkommissarin und Beauftragte der Polizei für Kriminalitätsopfer und Opferschutz des Polizeipräsidiums Schwaben Nord zur Verfügung. Für zusätzliche Informationen ist auch Frau Marie-Jeanette Gillmann von VIA-Wege aus der Gewalt aus Augsburg anwesend. 

> Donnerstag, 19.3. um 18 Uhr

Gewalt gegen Frauen: Aufklärung zu häuslicher Gewalt und Nachstellung. 

> Donnerstag, 26.3., um 18 Uhr

Gewalt gegen Frauen: Opferschutz und was passiert, wenn... 

Auch leichte Kost und Unterhaltung wird im MUGS im Rahmen einer musikalisch-lyrischen Zeitreise am Samstag, 11. April um 19:30 Uhr vom Kulturbüro angeboten. Unter dem Titel „Never traveling alone“ tritt die Schauspielerin Karla Andrä zusammen mit den Musikerinnen Anna Holzhauser und Julia Kellner eine genussvolle Reise in die schillernde, ambivalente und komplexe Musik- und Lyrikwelt der Frauen an. In dieser weiblichen Begegnung sind Intimität, Wildheit und eine ordentliche Portion Humor vertraute Reisegefährten. In einer Zeitreise wird an begnadete Musikerinnen wie Ella Fitzgerald oder die tiefsinnige Billie Holiday ebenso erinnert wie an die eigensinnige Billie Eilish oder Dota Kehr. Eigenkompositionen von Anna Holzhauser kommen ebenfalls ins Spiel. Eintritt: 18 Euro 

Begleitend zur Ausstellung hat Doris Hafner eine 64-Seiten starke Aufsatz- und Artikelsammlung mit dem Titel „Frau sein in der Gesellschaft“ zusammengestellt. Hafner versteht dies „als Anstoß zur Sensibilisierung. Denn „das Thema zieht sich durch die gesamte Geschichte, durch alle Religionen, Politik, Wirtschaft – also durch alle Bereiche des Lebens. Während der inhaltlichen Beschäftigung mit den Ausstellungsthemen lag mir viel daran, die Dimensionen der weiblichen Positionierung in der Gesellschaft nachvollziehen zu können. Das war so spannend, dass ich es auch anderen Interessierten zugänglich machen möchte. So entstand der Wunsch detaillierte Hintergründe, Fakten, Historisches und Aktuelles zum Nachlesen in dieser Sammlung vorzulegen“, so Hafner.

Ein Ausstellungsbesuch wird mit Sicherheit nachwirken und hoffentlich Diskussionen fördern und neue Perspektiven zu beiden Themen öffnen. Es sei jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass die Ausstellung aufwühlen kann und für Kinder nicht geeignet ist. 

Öffnungszeiten 

Mittwoch: 14-19 Uhr

Samstag & Sonntag: 10-17 Uhr 

Feiertage: 14-17 Uhr

Freier Eintritt, Spenden sind gerne gesehen

Nach oben scrollen